Vertrieb kassiert kräftig bei der Riesterrente!
Abzocke auf Kosten der Kunden?

Der Gesetzgeber hat in den letzten Jahren einige Veränderungen für den Vertrieb von Vorsorgeprodukten durchgesetzt. Insbesondere für die Bereiche der Renten- und Lebensversicherung gab es Veränderungen.
Unter anderem wurde das LVRG (Lebensversicherungs-Reformgesetz) eingeführt.

Die Vermittlerschaft in Deutschland hat sich in der Vergangenheit massiv gegen diese Senkung der Abschlussprovisionen gewettert.
Verbraucher sollen eine größtmögliche Transparenz bei den Kosten erhalten.
Wie ein aktueller Newsletter zeigt scheinen diese Forderung einige Anbieter bewusst zu ignorieren.
Im konkreten Fall werden hohe Abschlussprovisionen ausgelobt.
Wer darf diese am Ende wieder berappen? Richtig, Sie als Kunde!

Gestern am 18.01.2017 ging mir der folgende Newsletter zu.

Auslobung hoher Abschlussprovisionen

Im Newsletter wird über die Kürzung der Abschlussprovision des Wettbewerbers DWS Investment im Bereich der Riesterrente hergezogen.
Zitat: „Bereits vor gut einem Jahr wurde die Provision herabgesetzt. Im April folgt der nächste Schritt auf 2,50 %. Auf Sicht von anderthalb Jahren hat sich die Provision dann mehr als halbiert.
Den Artikel aus der Fachzeitschrift dazu finden Sie hier.

Es ist schon erstaunlich, mit welchen Methoden dieser Anbieter versucht sich gewisse Anteile im Markt zu sichern. Oder sollte man besser sagen einzukaufen?

Meine persönliche Meinung ist, dass über solche Versprechungen Vermittler und Vertriebe angelockt werden die den schnellen Euro verdienen wollen und dabei die Interessen der Kunden oft völlig außen vor lassen. Sicherlich gibt es auch hier Ausnahmen.

Der Anbieter, der hier um die Gunst der Vermittler wirbt, ist in der Vergangenheit bereits mehrfach negativ aufgefallen. Insbesondere wegen der zum Teil horrenden Kosten die zu Beginn der Vertragslaufzeit kassiert wurden.

Zudem handelt es sich bei diesem Produkt um einen Banksparplan.
Welche Nachteile ein Riesterbanksparplan hat wurde in meinem Blogbeitrag am 22.06.2015 bereits thematisiert.
Den Beitrag finden Sie hier 

Meine Tipps:

1. Prüfen Sie zu Beginn welche Kosten Ihnen direkt oder indirekt in Rechnung gestellt werden

2. Beachten Sie die laufenden Kosten in Finanzprodukten, insbesondere die Kosten für die Kapitalanlage und deren Verwaltung

3. Sollten Sie von Ihrem aktuellen Anbieter zu einem anderen wechseln ist dies in der Regel mit Nachteilen für Sie verbunden. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen warum Sie zu diesem Anbieter wechseln sollen

4. Holen Sie sich eine neutrale Meinung bei jemanden aus der Branche ein der an diesem Vorgang nicht beteiligt ist ein.

5. Besondere Vorsicht ist geboten wenn Sie eine so genannte Kostenausgleichsvereinbarung unterschreiben sollen

 

About Sven Stopka

Erster Honorar-Finanzanlagenberater in Ahaus und Umgebung. Geprüfter Fachwirt für Finanzberatung (IHK), Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) und andere Qualifikationen kann er für sich verbuchen. Er hat ein großes Netzwerk an Experten und betreut Mandanten in ganz Deutschland.

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